Montag: Etappe Spitzmeilenhütte - Weisstannen
Da lohnt es sich, am Morgen einmal früh aufzustehen!
Die anderen schlafen noch.
Uebrigens: die drei häufigsten Berglügen lauten ja:
- "Es ist nicht mehr weit!"
- "Ich schnarche nicht!"
- "Dort vorne ist das Matterhorn!"
Komisch, dass mir das jetzt gerade in den Sinn gekommen ist (wenn ich etwas vom Schlafen schreibe)...
Kurz nach dem Start treffen wir auf zwei Alpenschneehühner (im Sommerkleid), die kaum davon zu überzeugen sind, dass wir da durchgehen wollen.
Nochmal Blick zurück zum Spitzmeilen.
Werner mag das Ding nicht mehr lange tragen!
Im Tal unten das heutige Ziel Weisstannen, einziges Dorf im gleichnamigen Tal.
Die morgige Tour mit zunächst fast 1400 m Steigung auf den Heidelpass (ganz rechts am Horizont) fordert uns schon etwas Respekt.
Dienstag: Etappe Weisstannen - Sardonahütte
Langer Aufstieg vom Weisstannental zum Heidelpass.
Imposante Bergwelt, mit gutem Weg.
Pause oben auf dem Heidelpass.
Auf einmal fliegt ein grosser Greifvogel tief über uns über den Pass!
Das kann nur ein Steinadler oder allenfalls ein Bartgeier gewesen sein.
Bis ich meinen Fotoapparat bereit habe, ist er längst über alle Berge.
Ich bin untröstlich!
Wenigstens hat Hansueli noch ein Foto im Wegfliegen machen können.
Unterwegs: Murmeliloch mit Stil.
Letzte Picknickrast für heute grad unterhalb des Heubutzlipasses.
Hier zweigen wir ab zur Sardonahütte.
Morgen kommen wir hierher zurück und dann geht's über diesen Pass weiter.
Hier ist ein Gebiet mit vielen Steinböcken.
Auf einmal verkünde ich von blossem Auge einen Steinbock am Horizont!
Allerdings ergibt dann der Feldstecher und auch die Fotovergrösserung ein Downgrading auf eine Gemse...
(mir gefällt übrigens das neue "ä" gar nicht, ich bleibe lieber bei meinem vertrauten "e".
Ich bin schliesslich niemandem mehr Rechenschaft schuldig über meine Rechtschreibung, und ich brauche keinen Rotstift mehr zu fürchten).
Auf dem Weg zur Sardona-Hütte schrauben sich wieder 2 grosse Vögel vom Talboden an uns vorbei in die Höhe, sie kommen zeitweise ganz nahe an uns vorbei.
Wiederum hat Hansueli das beste Bild:
Ich lege ein Ei, das ist ein Bartgeier!!
Der Hüttenwart in der Sardonahütte bestätigt uns dann, dass hier im Calfeisental insgesamt 10 junge Bartgeier erfolgreich ausgewildert worden sind.
Er empfiehlt uns, dieses gute Bild an www.bartgeier.ch zu schicken, dann könnten sie mir dort sogar den Namen dieses Vogels sagen!
Das will ich machen, und wenn ich eine Antwort bekomme, werde ich dies in einem nächsten Blog anfügen.
Die Sardona-Hütte, einfacher, aber auch sehr gut und freundlich geleitet.
Grad noch genügend Licht....
Im letzen Jahr habe ich (mit kleinen Verschiebungen) an jedem Mittwoch ein Tour unternommen (mittwochstouren.blogspot.com)
Das hat mir bei jedem Wetter viel Freude bereitet.
Auch in diesem Jahr möchte ich häufig am Mittwoch auf eine Tour gehen. Allerdings wird es nicht mehr strikte an jedem Mittwoch sein, und ich werde auch nur dann einen Bericht schreiben, wenn ich etwas Besonderes erlebt habe oder schöne Bilder machen konnte.
Es wird also immer wieder mal Pausen geben - ich will mir mit dem Berichtschreiben nicht selber einen Druck auferlegen.
Ich freue mich, wenn der eine oder die andere auch eine lockere Abfolge von Bildberichten gelegentlich verfolgen wird.
Da die "Mittwochstouren" in meinem Bekanntenkreis nun bekannt sind, will ich den Namen beibehalten.
Freitag, 26. Juli 2013
20.7. - 25.7.2013 Wanderung Sardona-Unesco-Welterbe-Weg Teil 3 von 3
Leider gibt es hier ein technisches Problem: Der vorangehende 2. Teil der Sardona-Tour von Montag: Spitzmeilenhütte - Weisstannen und Dienstag: Weisstannen - Sardonahütte ist zwar vorhanden, aber er wird einfach nicht angezeigt!
Man kann ihn nur rechts im Blog-Archiv anklicken und anschauen.
Mittwoch: Sardonahütte - Elm
Wir starten heute früh, die Sonne ist eben erst aufgegangen.
Ein Steinbock.
Diesmal gibt's nichts zu deuteln!
Blick vom Heubutzlipass, den wir heute überqueren.
Ganz im Hintergrund rechts nochmal der Spitzmeilen - doch schon ziemlich weit weg!
Hier oben gibt's noch ein paar Rest-Schneefelder zu überqueren.
Der Weg führt durch dieses verlassene Tal, und hinten wieder in die Höhe auf den Foopass.
Marschpause im Aufstieg zum Foopass.
Werner, der sonst nicht so viel auf Blumennamen hat, gibt mir an, dies sei ein "lebendgebärendes Alpenrispengras", ich soll das auch fotografieren und in den Blog aufnehmen.
Ob er mir da einen aufbindet??
Ich habe drum vorsichtshalber noch in Google nachgeschaut, aber es stimmt tatsächlich!
Auf dem langen Abstieg vom Foopass nach Elm, eher etwas langweilig auf einem Strässchen, finde ich an einem Trockenbord noch 2 schöne Schmetterlinge:
Ich habe in meinem dicken Buch nachgeschaut und denke, dass dies ein Rundaugenmohrenfalter ist...
... und hier ein Braunauge.
Ich kannte beide nicht.
Der Mohrenfalter sei zudem recht selten und gefährdet.
Am Abend blicken wir von unserem Hotel in Elm direkt aufs Martinsloch mit den Tschingelhörnern:
Donnerstag: Elm - Flims
Heute nehmen wir zum zweiten Mal ein Bähnlein von Elm nach Nideren.
Die heutige Tour wäre mit fast 9h veranschlagt, und wir wollen am Abend wieder zu Hause sein.
Der Segnaspass, 2630 m, ist grad neben dem Martinsloch.
Auf dem langen Anstieg.
Segnaspass und Martinsloch kommen näher.
Karge, aber nicht minder schöne Vegetation hier oben.
Abstieg vom Segnaspass, zunächst wieder über Schneefelder.
Wieder ein Alpenschneehuhn, gut getarnt und kaum zu erkennen in der Bildmitte.
Durch diese schöne Hochebene führt uns der Weg nach Naraus und hinunter nach Flims, dem Zielort unserer Wanderung.
Wir haben diese ganze Reise ausschliesslich aus unserer Jasskasse berappt.
Was gibt es schöneres, als eine ganze Woche mit den allerbesten Kollegen bei schönstem Wetter eine so grossartige Wandertour zu machen!
Wenn man das erleben durfte, dann kann man ruhigen Gewissens in Zukunft beim Jassen auch mal mit einer etwas riskanteren Spielweise einen Kontermatch in Kauf nehmen.
Den Gegner freuts, der Partner nimmts mit einem Schmunzeln, und die Strafe für ein solches Malheur (in Franken) bringt uns schon wieder etwas näher an ein nächstes derartiges Erlebnis!
Mein Dank an alle!
Letztes Wort zum Sardona Welterbe:
Bei der "Glarner Hautpüberschiebung" liegen ältere (dunklere) Gesteinsschichten über den jüngeren (helleren). Dieses Phänomen ist hier weltweit einzigartig gut zu beobachten, deshalb wurde das Gebiet zum UNESCO Welterbe erklärt.
Wir verlassen nur ungern dieses schöne Gebiet:
Man kann ihn nur rechts im Blog-Archiv anklicken und anschauen.
Mittwoch: Sardonahütte - Elm
Wir starten heute früh, die Sonne ist eben erst aufgegangen.
Ein Steinbock.
Diesmal gibt's nichts zu deuteln!
Blick vom Heubutzlipass, den wir heute überqueren.
Ganz im Hintergrund rechts nochmal der Spitzmeilen - doch schon ziemlich weit weg!
Hier oben gibt's noch ein paar Rest-Schneefelder zu überqueren.
Der Weg führt durch dieses verlassene Tal, und hinten wieder in die Höhe auf den Foopass.
Marschpause im Aufstieg zum Foopass.
Werner, der sonst nicht so viel auf Blumennamen hat, gibt mir an, dies sei ein "lebendgebärendes Alpenrispengras", ich soll das auch fotografieren und in den Blog aufnehmen.
Ob er mir da einen aufbindet??
Ich habe drum vorsichtshalber noch in Google nachgeschaut, aber es stimmt tatsächlich!
Auf dem langen Abstieg vom Foopass nach Elm, eher etwas langweilig auf einem Strässchen, finde ich an einem Trockenbord noch 2 schöne Schmetterlinge:
Ich habe in meinem dicken Buch nachgeschaut und denke, dass dies ein Rundaugenmohrenfalter ist...
... und hier ein Braunauge.
Ich kannte beide nicht.
Der Mohrenfalter sei zudem recht selten und gefährdet.
Am Abend blicken wir von unserem Hotel in Elm direkt aufs Martinsloch mit den Tschingelhörnern:
Donnerstag: Elm - Flims
Heute nehmen wir zum zweiten Mal ein Bähnlein von Elm nach Nideren.
Die heutige Tour wäre mit fast 9h veranschlagt, und wir wollen am Abend wieder zu Hause sein.
Der Segnaspass, 2630 m, ist grad neben dem Martinsloch.
Auf dem langen Anstieg.
Segnaspass und Martinsloch kommen näher.
Karge, aber nicht minder schöne Vegetation hier oben.
Abstieg vom Segnaspass, zunächst wieder über Schneefelder.
Wieder ein Alpenschneehuhn, gut getarnt und kaum zu erkennen in der Bildmitte.
Durch diese schöne Hochebene führt uns der Weg nach Naraus und hinunter nach Flims, dem Zielort unserer Wanderung.
Wir haben diese ganze Reise ausschliesslich aus unserer Jasskasse berappt.
Was gibt es schöneres, als eine ganze Woche mit den allerbesten Kollegen bei schönstem Wetter eine so grossartige Wandertour zu machen!
Wenn man das erleben durfte, dann kann man ruhigen Gewissens in Zukunft beim Jassen auch mal mit einer etwas riskanteren Spielweise einen Kontermatch in Kauf nehmen.
Den Gegner freuts, der Partner nimmts mit einem Schmunzeln, und die Strafe für ein solches Malheur (in Franken) bringt uns schon wieder etwas näher an ein nächstes derartiges Erlebnis!
Mein Dank an alle!
Letztes Wort zum Sardona Welterbe:
Bei der "Glarner Hautpüberschiebung" liegen ältere (dunklere) Gesteinsschichten über den jüngeren (helleren). Dieses Phänomen ist hier weltweit einzigartig gut zu beobachten, deshalb wurde das Gebiet zum UNESCO Welterbe erklärt.
Wir verlassen nur ungern dieses schöne Gebiet:
Samstag, 13. Juli 2013
10.7.2013 Mit dem Bike: Immensee - Zug - Sattel - Einsiedeln
Ferien!
Wir fahren auf einem Abschnitt der "Seenroute" vom Gürbetal bis nach Ziegelbrücke, Brigitte mit dem Flyer, ich mit dem Bike.
Mittwoch ist der 4. Tag unserer Tour, es geht von Immensee nach Einsiedeln.
Die bisherigen Uebernachtungen waren in Faulensee und Lungern.
Den heutigen Bericht muss ich mit einem Bild des Vorabends in Immensee beginnen.
Aufziehendes Gewitter am Zugersee:

Wenn man schon hier ist, gibt's am Morgen noch einen geschichtsträchtigen Abstecher auf die Anhöhe zwischen Immensee und Küsnacht:
"..durch diese hohle Gasse muss er kommen..!"
Zwischen Cham und Zug, im Delta der alten Lorze.
Ueberraschend viel schöne Natur in dieser Gegend - ich habe das nicht erwartet und dachte nach einem Vorurteil eher an viel Kapital und Bausünden...
Später im Lorzetobel kurz vor Unterägeri sehe ich einen kleinen Eisvogel. Er ist auf meinem Plakat der seltenen und bedrohten Schmetterlinge.
Doch habe ich auf unserer Reise gleich viermal einen Notstop einlegen müssen wegen diesem Schmetterling, einmal am Brienzersee, dann an der Sarneraa, an der Reuss und eben im Lorzetobel. Ich finde dann zu Hause im Schmetterlingsbuch, dass er stellenweise verschwunden ist, andernorts aber noch recht häufig sei.
Das obere Ende des Aegerisees.
So dürfte das berittene Habsburgerheer 1315 diese Gegend gesehen haben auf ihrem Weg über die kleine Anhöhe im Hintergrund in Richtung Sattel und Schwyz.
... wenn da nicht die enge Stelle bei Morgarten gewesen wäre, an der plötzlich Felsbrocken und Baumstämme herunterdonnerten und das Heer in die Sümpfe des Aegerisees zurücktrieb.
Gemäss Wikipedia seien dabei etwa 2000 Habsburger und 12 Urner und Schwyzer ums Leben gekommen.
Blick aufs Hochmoor von Rothenthurm mit reicher Flora.
Nachdem wir in Lungern und in Immensee eher einfache Hotelzimmer hatten, bekommen wir heute das allerletzte freie Zimmer im Hotel Linde in Einsiedeln. Es ist gleich eine Juniorsuite, zum Discountpreis eines normalen Doppelzimmers:
Falls jemand in der weiteren Umgebung von Einsiedeln jemals ein ganz gutes Hotel oder ein sehr gepflegtes Nachtessen sucht, dann ist die Linde in Einsiedeln mein absoluter Geheimtip!
Zum Schluss dieses ereignisreichen Tages haben wir noch das Freilicht-Welttheater vor dem Kloster bei wunderschönem Wetter besucht:
Wir fahren auf einem Abschnitt der "Seenroute" vom Gürbetal bis nach Ziegelbrücke, Brigitte mit dem Flyer, ich mit dem Bike.
Mittwoch ist der 4. Tag unserer Tour, es geht von Immensee nach Einsiedeln.
Die bisherigen Uebernachtungen waren in Faulensee und Lungern.
Den heutigen Bericht muss ich mit einem Bild des Vorabends in Immensee beginnen.
Aufziehendes Gewitter am Zugersee:
Wenn man schon hier ist, gibt's am Morgen noch einen geschichtsträchtigen Abstecher auf die Anhöhe zwischen Immensee und Küsnacht:
"..durch diese hohle Gasse muss er kommen..!"
Zwischen Cham und Zug, im Delta der alten Lorze.
Ueberraschend viel schöne Natur in dieser Gegend - ich habe das nicht erwartet und dachte nach einem Vorurteil eher an viel Kapital und Bausünden...
Später im Lorzetobel kurz vor Unterägeri sehe ich einen kleinen Eisvogel. Er ist auf meinem Plakat der seltenen und bedrohten Schmetterlinge.
Doch habe ich auf unserer Reise gleich viermal einen Notstop einlegen müssen wegen diesem Schmetterling, einmal am Brienzersee, dann an der Sarneraa, an der Reuss und eben im Lorzetobel. Ich finde dann zu Hause im Schmetterlingsbuch, dass er stellenweise verschwunden ist, andernorts aber noch recht häufig sei.
Das obere Ende des Aegerisees.
So dürfte das berittene Habsburgerheer 1315 diese Gegend gesehen haben auf ihrem Weg über die kleine Anhöhe im Hintergrund in Richtung Sattel und Schwyz.
... wenn da nicht die enge Stelle bei Morgarten gewesen wäre, an der plötzlich Felsbrocken und Baumstämme herunterdonnerten und das Heer in die Sümpfe des Aegerisees zurücktrieb.
Gemäss Wikipedia seien dabei etwa 2000 Habsburger und 12 Urner und Schwyzer ums Leben gekommen.
Blick aufs Hochmoor von Rothenthurm mit reicher Flora.
Falls jemand in der weiteren Umgebung von Einsiedeln jemals ein ganz gutes Hotel oder ein sehr gepflegtes Nachtessen sucht, dann ist die Linde in Einsiedeln mein absoluter Geheimtip!
Zum Schluss dieses ereignisreichen Tages haben wir noch das Freilicht-Welttheater vor dem Kloster bei wunderschönem Wetter besucht:
Abonnieren
Posts (Atom)